Wie man einfach und wirksam Corporate Social Responsibility zeigen kann

11.05.2018

© upo

Kürzlich sind mir wieder ein paar Schrittzähler in die Hände gefallen. Sie stammen aus einer Aktion, in der wir in unserem Team etwas für unser eigenes Wohlbefinden und zugleich für eine gute Sache machen wollten. Alle Mitarbeiter haben einen Schrittzähler zur Verfügung gestellt bekommen. Dann haben wir fleißig in einem festgelegten Zeitraum unsere Schritte gezählt. So wurde mal das Auto stehen gelassen, statt dem Aufzug die Treppe genommen, noch eine Extra-Meile gejoggt oder abends noch eine Runde um den Block statt um den Fernseher gedreht. Für jeden Schritt haben wir einen Betrag festgelegt und die Summe anschließend gespendet.

Auf Spendenkonto und auf  Arbeitgeberattraktivität eingezahlt

Nach der Aktion haben wir uns alle nicht nur körperlich fitter gefühlt. Wir waren auch als Team gestärkt und gemeinsam stolz auf die beachtliche Summe, die wir zusammen erlaufen und gespendet haben. Wenn ein Bewerber etwas über unser Arbeitsklima oder unsere Unternehmenskultur erfahren wollte, war das ein Paradebeispiel, das wir in der Folgezeit gerne genannt haben.

Und wir haben auch aktiv darauf hingewiesen. So haben wir auf unserer Karriereseite Fotos dazu eingestellt: Bilder von Schrittzählerständen, Mitarbeitern in Aktion, dem Spenden-Scheck etc. Und in unseren Stellenanzeigen erwähnten wir unter "Was wir bieten" als ein Beispiel für unsere Teamaktivitäten ebendiese Schrittzähler-Aktion.

So wirkte die Aktion nach innen. Sie ließ unsere Mitarbeiter stolz auf ihr Unternehmen sein und positiv über uns als Arbeitgeber sprechen. Sie wirkte aber auch nach außen auf den Bewerbermarkt. Das ist nur ein Beispiel für einfach umzusetzende Aktionen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Denn gelebte Corporate Social Responsibility ist für viele Mitarbeiter und Kandidaten, insbesondere die jüngere Zielgruppe, ein wichtiger Pluspunkt bei der Wahl eines Arbeitgebers. Das zeigte auch die Studie Catch the Millennial von Yourfirm aus 2017.

© Yourfim, Studie Studie für Arbeitgeber 2017 Catch the Millennial, S. 9

Als Fazit der Studie fassen die Herausgeber zusammen:

"Die Generation Y legt besonders viel Wert auf gesellschaftliches Engagement" und das "CSR-Engagement im sozialen Bereich hat den stärksten Einfluss bei Millennials".  "Maßnahmen, die den Mitarbeiter direkt am Arbeitsplatz betreffen, werden [...] deutlich attraktiver empfunden, als solche die sich an externe Zielgruppen richten."

Schrittzähleraktion, Charity-Läufe - wenig Aufwand, große Wirkung

Schauen Sie sich mal um, greifen Sie Initiativen in Ihrem Unternehmens- oder privaten Umfeld auf und überlegen Sie, wie sie diese sowohl als interne Teamaktion als auch als CSR-Aktivität nutzen können. Eine ähnlich gute Möglichkeit wie die gerade beschriebene Schrittzähleraktion, ist die Teilnahme einer Mitarbeitergruppe an Charity-Läufen. Lesen Sie dazu auch gerne unseren Blogbeitrag über den Hospizlauf von Koblenz nach Trier. Dieser wird in 2018 bereits zum 15. Mal durchgeführt.

Vielleicht sehen wir uns ja hier? Noch ist Zeit, ein bisschen zu trainieren. Das schöne daran ist: es ist kein Wettbewerb, es geht nicht um schnellste Zeiten und jeder kann in dem Maß mitmachen, wie seine Füße ihn tragen oder sein Rad ihn fährt.